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Mit Recht. Karlsruhe

Sehenswürdigkeiten Karlsruhe

Die ehemalige Landeshauptstadt Badens ist auch als Fächerstadt oder als Residenz des Rechts bekannt und hat eine Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten. Hier sind einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Karlsruhe:

Das Karlsruher Schloss

Mit der Gründung der Stadt am 17. Juni 1715 begann auch der Bau des Schlosses von Karlsruhe. Laut Überlieferung soll die Stadt durch Karl Wilhelm, den Markgraf von Baden-Durlach, gegründet worden sein. Dieser soll bei einem seiner Jagdausflüge eingeschlafen sein und dann von einem Palast, der den Mittelpunkt seiner Residenz bildete, geträumt haben. Außerdem sah er eine Stadt vor sich, deren Straßen wie die Strahlen einer Sonne von Schloss wegführten. Der Erzählung nach hat dieser Traum den Markgrafen so beeindruckt, dass er begann, ihn in die Tat umzusetzen. Heute ist im Schloss selbst das Landesmuseum des ehemaligen Landes Baden untergebracht. 

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe

Auch der Bundesgerichtshof, der nach einem Entwurf von Josef Durm Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde, ist eine Besichtigung wert. Das ehemals großherzogliche Palais wurde im Laufe des Zweiten Weltkrieges schwer beschädigt, jedoch komplett restauriert, als man beschloss, in Karlsruhe den Bundesgerichtshof einzurichten. Neben dem Bundesverfassungsgericht dient es heute dem Höchsten Deutschen Gericht als Gerichtsort.

Der Marktplatz in Karlsruhe

Das Stadtbild Karlsruhes wurde sehr stark durch den Klassizismus geprägt. Besonders viele Werke, die auf dem Marktplatz zu sehen sind, wurden im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts von dem Architekten Friederich Weinbrenner angefertigt. Er entwarf beispielsweise das Rathaus, das 1825 fertig gebaut wurde und den Marktplatz der Stadt säumt. Ebenfalls aus seiner Hand stammt der Entwurf für die evangelische Pfarrkirche St. Stephan, die eine der wichtigsten klassizistischen Kuppelbauten in Süddeutschland ist. Diese beiden Bauwerke tragen in hohem Maße zu dem tollen, beinahe südlichen Ambiente des Platzes bei. Doch auch das Wahrzeichen der Stadt hat neben Rathaus und Kirche hier seinen Platz gefunden: Die Pyramide, unter der Markgraf Karl Wilhelm, der Begründer der Stadt, begraben ist.

Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM)

Das 1997 eröffnete Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie zählt zu den größten Medienkunst-Einrichtungen weltweit. In Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Gestaltung, die ihren Sitz im selben Gebäude hat, engagiert es sich für die im Rahmen der Kunst für die Integration von Ausstellung, Aufführung und Produktion. Das seit 1999 von Peter Weibel geleitete ZKM sieht sich selbst als Treffpunkt für Kunst, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Die Geschichte des ZKM

Grundlage für das ZKM ist das „Konzept 88“, das 1986 von Vertretern verschiedener Institutionen aus dem Bereich Bildung und Politik erarbeitet wurde und aufzeigt, wie man Kunst und Neue Medien sowohl theoretisch als auch praktisch zusammenbringen könnte. 1989 wurde das ZKM unter Gründungsdirektor Heinrich Klotz als Stiftung des öffentlichen Rechts gegründet und veranstaltete von da an, bis zur Eröffnung des heutigen Standortes an immer wechselnden Orten, jährlich die Ausstellung „Multimediale“.

Bei einem Architektenwettbewerb für den Neubau des ZKM, für den lange Zeit ein Gebiet südlich des Karlsruher Hauptbahnhofes vorgesehen war, gewann 1989 der Entwurf des Niederländers Rem Koolhaas. Aus Kosten- und Platzgründen wurde der Plan zum Bau des Koolhaaswürfels jedoch nach drei Jahren wieder verworfen und stattdessen mit dem Umbau eines Fabrikgebäudes begonnen. Beim Um- und Anbau der 1915 erbauten, 312 Meter langen Halle, die früher einmal eine Munitions- und Waffenfabrik beherbergte, versuchte man dann, den ursprünglichen Entwurf mit einem neuen zu verbinden. 1997 konnte schließlich das ZKM seinen heutigen Sitz beziehen. Seit 2004 hat dort auch das Museum für Neue Kunst seinen Platz gefunden.



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